Gemeindepräsidium
Liebe Einwohnerinnen und Einwohner von Rodersdorf
Als ich im Februar 2025 von Basel hierher nach Rodersdorf gezogen bin, hätte ich nie gedacht, dass ich mich knapp eineinviertel Jahre später als Gemeindepräsidentin würde wählen lassen. Ob ich der Aufgabe wohl gewachsen bin? Ich sage ja, sonst hätte ich den Mut zur Wahl nicht aufgebracht. Denn Mut, so wurde mir gesagt, den muss man haben, um eine solche Verantwortung zu übernehmen. Enorm wertvoll war deshalb, wie man mir in den diversen Gesprächen im Vorfeld der Wahl (mit Mitgliedern von Parteien und Verwaltung) mehrfach die Unterstützung und Erfahrung zugesichert hat.
Dieses Wohlwollen wurde mir von vielen Menschen in Rodersdorf entgegengebracht, schon vor der möglichen Wahl und hat sicher auch dazu geführt, dass ich mich im Dorf von Anfang an sehr wohl und angekommen gefühlt habe.
An einem kleineren Ort als Basel zu wohnen war mir schon vertraut, bin ich doch in Rheinfelden aufgewachsen. In die Stadt zog ich wegen des Studiums, welches ich in Ethnologie und Spanische Literatur und Linguistik mit Lizentiat abgeschlossen habe, ergänzt durch einen Abschluss in «Internationaler Zusammenarbeit» (ETH). Meine berufliche Laufbahn führte mich u.a. nach Bolivien, wo ich für das Schweizerische Rote Kreuz ein Jahr lang mit Dorfgemeinschaften unterschiedlicher kultureller Ausprägungen gearbeitet habe. Seit etwas mehr als 20 Jahren arbeite ich an der Universität Basel und bin als Geschäftsleiterin eines interdisziplinären Studiengangs gewohnt, mit Anliegen sehr verschiedener Personengruppen zu arbeiten. Stillstehen ist nicht so mein Ding, deshalb habe ich vor einiger Zeit den Weiterbildungsmaster in «Non-Profit-Public-Management» (FHNW) gemacht. Eine Qualifikation, die mir für die neuen Aufgaben als Gemeindepräsidentin durchaus nützlich sein wird.
Bis zum Amtsantritt am 1. August 2026 wird es noch etwas dauern. Weil ich eher zu jenen gehöre, die sich gerne einen Überblick über die aktuelle Situation verschaffen, bevor sie in Aktion treten, werde ich die Zeit bis zum Amtsantritt nutzen, um mich - so weit möglich - etwas einzuarbeiten, mit Abläufen vertraut zu machen und die Menschen kennenzulernen, die mir künftig für diese Tätigkeit zur Seite stehen werden.
Als Gemeindepräsidentin werde ich zwar der Gemeinde vorstehen, d.h. ich bin ihr Aushängeschild. Zugleich bin ich Teil eines grossen Ganzen, zu welchem ich alle Bewohnerinnen und Bewohner von Rodersdorf zähle, insbesondere die gewählten Mitglieder des Gemeinderates und der Kommissionen, die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen der Gemeinde und alle, die sich in der einen oder anderen Form für das Dorf engagieren. Es gilt, einige grosse Herausforderungen anzupacken, wie etwa die Sanierung der Finanzen.
Ich sehe meine Parteiunabhängigkeit für diese Aufgabe als Chance für eine fundierte und zielorientierte Sachpolitik und vertraue darauf, dass wir gemeinsam an einem Strick ziehen werden. Für mich ist jedes Individuum wichtig - trotzdem, nicht die Interessen Einzelner sollen im Vordergrund stehen, sondern die Bedürfnisse und Belange der Dorfgemeinschaft.
Ein grosses Danke für das mir entgegengebrachte Vertrauen und die erhaltene Unterstützung.
Herzliche Grüsse
Camelia Chebbi, designierte Gemeindepräsidentin
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| Vorstellung Camelia Chebbi_260506 (PDF, 47 kB) | Download | 0 | Vorstellung Camelia Chebbi_260506 |